Home Neuigkeiten Neue Ausbildungsmodelle für KleinkindpädagogInnen

Neue Wege...

gibt es für alle, die gerne im Kindergarten arbeiten wollen. Die BAKIPs bieten dafür seit September vergangenen Jahres drei neue, sehr praxisorientierte Ausbildungswege an.

Mit diesem Jahr starten an den BAKIPs (Bundesanstalten für Kleinkindpädagogik) drei neue Ausbildungsschienen für KleinkindpädagogInnen. Obwohl man sich in der öffentlichen Debatte nicht entschließen kann, ob bei der jetzigen Personalsituation in den Kindergärten ein „gefühlter Personalnotstand“ oder ein tatsächlicher „Bedarf“ besteht bzw. gar kein Personalproblem existiert, starten heuer drei neue Ausbildungsmodelle, um mehr Auszubildende in den Bereich der Kindergartenpädagogik zu holen.

In den nächsten Jahren werden mehr AbsolventInnen benötigt, das steht außer Frage. Als Begründung dafür gelten die geringe Quote von BAKIP-AbgängerInnen, die tatsächlich in einem Kindergarten arbeiten, bzw. der geplante Ausbau von Krippen- und Kindergartenplätzen.

Mit der Ausbildungsoffensive in drei Modellen werden unterschiedliche Zielgruppen angesprochen:

  • Modell RE-START:
    Für bereits qualifizierte KindergartenpädagogInnen nach einer Erwerbspause. Mit einem dreiwöchigen ganztägigen Kurs soll der Wiedereinstieg erleichtert werden.
  • Modell CHANGE:
    Hier handelt es sich um eine zweistufige fünfsemestrige Ausbildung. Nach den ersten beiden Semestern, an denen der Unterricht ganztägig stattfindet, ist man pädagogische Assistentin - ein Ausbildungsstatus, den es bis dato nicht gab. Nach drei weiteren berufsbegleitenden Semestern schließt man die Ausbildung zur diplomierten ElementarpädagogIn ab. Dieses Angebot richtet sich sowohl an Arbeit suchende MaturantInnen oder AkademikerInnen, MigrantInnen mit sehr guten Deutschkenntnissen als auch an GrundschulpädagogInnen und MitarbeiterInnen der Stadt Wien.
  • Modell PICK UP:
    Nach der Studienberechtigungsprüfung im ersten Modul folgt eine fünfsemestrige Ausbildung (wie beim Modell CHANGE). "PICK UP" richtet sich an KindergartenassistentInnen mit dem Wunsch nach Höherqualifizierung, Arbeit suchende InteressentInnen mit positivem Abschluss der achten Schulstufe und drei Jahren Schulbildung als auch an MigrantInnen mit sehr guten Deutschkenntnissen bei gleichen Ausbildungsvoraussetzungen.[1]

Wer sich für eine der drei Ausbildungsvarianten entscheidet, muss ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren bestehen. Nach Ausbildungsabschluss ist man verpflichtet, anschließend drei Jahre in einem städtischen Kindergarten zu arbeiten. Finanzierungshilfe wird vom AMS für 120 Plätze beigesteuert - beim Modell „Change“ und „Pick up“ wird die Deckung des Lebensunterhalts übernommen, das entspricht einem Tagessatz von Euro 18,50.



[1] derstandard.at: red, 28.4.2008